Hetzerei nach Klarstellung aus Karlsruhe

4. März 2010 by

Eigentlich geht es doch gar nicht deutlicher. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die bisher betriebene Vorratsdatenspeicherung nichtig ist. Nichtig! Das heißt im Grunde nix anderes, dass wir uns vorstellen sollen, dass es das Gesetz nie gegeben hätte. Doch scheinbar hat dieses Urteil zur Amnesie bei der schwarzen Pest Union, dem Bund deutscher Kriminalbeamter (BdK) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geführt. Gut, GdP und BdK sind Lobbyorganisationen von Polizeiermittlern. Aus ihrer Sicht geht es um die Arbeitserleichterung – eigentlich legitim. Eigentlich.

Doch die Art und Weise, wie jetzt für die Wiedereinführung „argumentiert“ wird, ist einfach nur noch übel. Den Rest des Beitrags lesen »

Die nackte Wahrheit

30. Dezember 2009 by

Selbstverständlich war damit zu rechnen. Längst hatten die schwarzen Kreuzritter (nach denen ohnehin niemand etwas zu verbergen haben sollte) und die gelben Pißnelken (bei denen das natürlich auch klar war, was sie aber selbst nie zugeben würden) ausgemacht, daß wir mehr Sicherheits- und Überwachungstechnik im Land brauchen. Zum einen, weil wir sonst alle stürben (schwarz), zum anderen, weil man ja auch an die, ähm, Wirtschaft denken muß. Aufstrebende Branche, Anschluß nicht verpassen und so weiter (gelb). Klar. Den Rest des Beitrags lesen »

Zweitwohnung in Karlsruhe gesucht

8. Dezember 2009 by

Kennt sich einer mit Immobilienangeboten in Karlsruhe aus? Ich muss mir dringend in Karlsruhe einen Zweitwohnsitz suchen. Ich kann mir die Reisekosten nach Karlsruhe zum Bundesverfassungsgericht nicht mehr leisten. Ständig muss man eine neue Klage einreichen, weil in diesem Land ständig neue grundgesetzwidrige Gesetze, Verordnungen etc. verabschiedet werden. Den Rest des Beitrags lesen »

Es war einmal…

27. November 2009 by

Es war einmal ein Land, welches sich freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat nannte. In diesem Land gab es ein verfassungsgebenes Grundgesetz, welches in Art. 5 Abs. 1 S. 2 des Grundgesetzes die Rundfunkfreiheit festhielt.
Dort lebten auch viele Menschen, die sich gern von Bananen ernährten. Bananen waren auch der Grund, warum das zwischenzeitlich geteilte Land wieder ein vereinigtes Land wurde. Von da an nannte man das Land Bananenrepublik Deutschland.
Im November 2009 geschah es dann, dass der Chefredakteur eines Rundfunkanstalt des öffentlichen Rechts mit der Mehrheit einer Partei nicht mehr länger Chefredakteur sein darf. Somit wurde sichergestellt, dass diese Anstalt ab sofort nur noch positiv über diese Partei berichteten. Danach war leider nicht mehr viel von diesem Land zu hören bis zu einem Tage, wo Panzer auf die eigene Bevölkerung schossen…

Alle Tiere sind gleich…

18. November 2009 by

…nur die Schweine, die sind gleicher. Frei nach George Orwell.

Alle Bundesbürger sind auch gleich – gleich gefährlich, weshalb man sie ja mittels Vorratsdatenspeicherung überwachen, per Lauschangriff abhören und ihnen, falls sie die Frechheit besitzen, sich mittels Verschlüsselung dagegen zu wehren, mittels Quellen-TKÜ beikommen muß.

Manche Bundesbürger sind jedoch gleicher: Sie bekommen ganz individuelle Kryptochips, damit sie auch ja unter sich bleiben. Den Rest des Beitrags lesen »

Und morgen sind wir alle tot

12. November 2009 by

Nach einer Verlautbarung des hessischen „Kreis-Anzeigers“, der sich dabei auf dpa beruft, steigt die Zahl von „Schweinegrippe“-Kranken „schnell“. Aus diesem Grund müssen

Ärzte in Deutschland ab Samstag nicht mehr jeden Verdachtsfall melden.

Ist klar: Weil diese Pandemie mit ihrem bisher unerreichten letalen Ausmaß, der bereits jetzt mehr Menschen zum Opfer gefallen sind als einem Sonnensturm, immer schlimmer wird, wird jetzt nicht mehr darüber Buch geführt.

Warum nur erinnert mich das an Werbemüll der Sorte

aufgrund des phänomenalen Erfolgs bieten wir Ihnen als unserem besten Kunden unser Rundum-Sorglos-Paket nun zum Treuepreis von nur 0,99 statt sonst 999,- Euro an

?

Und so ist auch heute wieder bewiesen: Schlimmer geht’s immer.

Traurig, aber wahr!

11. November 2009 by

Robert Enke ist tot. Offensichtlich wählte Robert Enke – frei nach Nietsche – den Freitod. Mein Mitgefühl gilt der Familie und den engsten Freunden von Robert Enke. Nach dem Tod der Tochter in den letzten Jahren ist dies für die Hinterbliebenen ein neues schwer zu ertragendes Erlebnis.

Es ist klar ein trauriges Ereignis bezüglich eines Profifußballers, der beste Chancen hatte, als 1. Torwart der DFB-Auswahl bei den kommenden Fußballweltmeisterschaften in Südafrika teilnehmen zu können. Aufgrund des großen Interesses der Deutschen am Fußball war Robert Enke somit eine öffentliche Person. Es ist ein trauriges Ereignis – wahrlich.
Jedoch ist es für mich absolut nicht nachvollziehbar, wieso einem toten deutschen Profifußballer ein größeres Interesse als den wahren Herausforderungen unseres Landes beigemessen wird. Den Rest des Beitrags lesen »

Großer Bruder live in Hannover

6. November 2009 by

Bei den „GroßerBruder“-Sendungen kennen wir ja schon seit über 10 Jahren, dass sich Leute durchaus gern bei allem von Kameras überwachen lassen. Die Frage ist nur, ob dies auch die Leute tun, die in Hannover häufig in der Nähe des Hauptbahnhofs tun. Damit meine ich nicht die Kameras, die unser Bruder „DB“ betreibt, um auch jeden Bombenkoffer im Blick zu haben. Den Rest des Beitrags lesen »

Zitat des Tages

22. Oktober 2009 by

Sich ausgerechnet der „freie Inhalte“-Piratenpartei zu unterwerfen ist grotesk. −Sargoth 11:19, 22. Okt. 2009 (CEST).

(Quelle)

Dazu passend eine Spezienspezifizierung.

Die Schere im Kopf

19. Oktober 2009 by

…habe ich „endlich mal“ selbst erlebt. Und in ihrer vollen Dimension erst im Nachhinein so richtig begriffen.

Eigentlich sollte in meiner SMS stehen:

…bin ich leistungsmäßig schon überall am Anschlag.

Da ich meinen Handyvertrag dummerweise bei einem berüchtigten Schnüffel- und Sperrprovider habe, wurde daraus in der versandten Version:

…bin ich leistungsmäßig schon ziemlich an der Grenze.

Klingt unspektakulär (die Sache als solche, nicht nur die Formulierung[en]). Ich finde es jedoch ziemlich kraß, wie weit wir hier inzwischen – zunehmend unbewußt – sind.