Auf den Leim gegangen!

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Ist er nicht toll? Wir alle sind Matthias Güldner auf den Leim gegangen! Wenn ich das jetzt nicht gelesen hätte, wäre ich wohl noch unentschlossener gewesen, wie ich reagieren soll.

„Ich bin denjenigen, die sich mit dem Thema Internet befassen, auf die Füße getreten. Viele haben sich provoziert und beleidigt gefühlt. Das mit der Provokation, das hat jedeR gemerkt, war beabsichtigt. Die Beleidigung nicht.“

Ach, die Beleidigung war nicht beabsichtigt? Das mag ja sein. Aber warum hat er das dann fahrlässig in Kauf genommen?

„Viele haben geglaubt, es handele sich um eine spontane und unüberlegte Äußerung. Dem war nicht so. Ich war und bin Teil der Bürgerrechtsbewegung, habe mich u.a. gegen die Volkszählung 1984, gegen die Verschärfung der Polizeigesetze in Bund und Land nach dem 11. September, für die Aufklärung der Verwicklung der deutschen Geheimdienste in die Haft des Bremers Murat Kurnaz in Guantanámo eingesetzt. Bei der Frage der Internetsperren kam ich nach Abwägung aller Argumente zu einem anderen Schluss als vor allem der netz-affine Teil dieser Bewegung.“

Tja, wenn ein Kurzsichtiger immer nur zurückschaut, kann er nicht sehen, ob er in der Zukunft gegen ein Hindernis rennen wird. Vielleicht ist dieses Hindernis dann ein Stoppschild, dass einem den Blick in den andere politische Himmelsrichtungen versperrt. Mit einem Tunnelblick kommt man im Straßenverkehr auch nicht weit.

Dabei ist es doch im Straßenverkehr entscheidend, zukünftige Ereignisse mit den Erfahrungen aus der Vergangenheit zu begegnen. Selbst die Staatssicherheit war konsequenter. Sie hat sich nicht darauf beschränkt, nur den Zugang zu konterrevolutionären Publikationen zu sperren, sondern hat die Puplikationen vernichtet und deren Autoren mundtot gemacht. Freiheitsliebende und demokratisch denkende Menschen hätten sich von Stoppschildern an der Zonengrenze auch nicht aufhalten lassen.

Herr Güldner, für Ihren heutigen Aufsatz gebe ich Ihnen folgende Zensur: Note 6. Setzen.

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Eine Antwort to “Auf den Leim gegangen!”

  1. DavidBLN.de Says:

    […] Vorsatz unterstellen lassen zu dürfen; eine Partei, die obendrein nachts heimlich mit später halbherzig “zurückgenommenen”, peinlichen Testballons in Springermedien bar jeder zeitgemäßen Sozial- und Medienkompetenz zum […]

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