Posts Tagged ‘Paranoia’

Hetzerei nach Klarstellung aus Karlsruhe

4. März 2010

Eigentlich geht es doch gar nicht deutlicher. Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die bisher betriebene Vorratsdatenspeicherung nichtig ist. Nichtig! Das heißt im Grunde nix anderes, dass wir uns vorstellen sollen, dass es das Gesetz nie gegeben hätte. Doch scheinbar hat dieses Urteil zur Amnesie bei der schwarzen Pest Union, dem Bund deutscher Kriminalbeamter (BdK) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) geführt. Gut, GdP und BdK sind Lobbyorganisationen von Polizeiermittlern. Aus ihrer Sicht geht es um die Arbeitserleichterung – eigentlich legitim. Eigentlich.

Doch die Art und Weise, wie jetzt für die Wiedereinführung „argumentiert“ wird, ist einfach nur noch übel. (more…)

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Großer Bruder live in Hannover

6. November 2009

Bei den „GroßerBruder“-Sendungen kennen wir ja schon seit über 10 Jahren, dass sich Leute durchaus gern bei allem von Kameras überwachen lassen. Die Frage ist nur, ob dies auch die Leute tun, die in Hannover häufig in der Nähe des Hauptbahnhofs tun. Damit meine ich nicht die Kameras, die unser Bruder „DB“ betreibt, um auch jeden Bombenkoffer im Blick zu haben. (more…)

Die Schere im Kopf

19. Oktober 2009

…habe ich „endlich mal“ selbst erlebt. Und in ihrer vollen Dimension erst im Nachhinein so richtig begriffen.

Eigentlich sollte in meiner SMS stehen:

…bin ich leistungsmäßig schon überall am Anschlag.

Da ich meinen Handyvertrag dummerweise bei einem berüchtigten Schnüffel- und Sperrprovider habe, wurde daraus in der versandten Version:

…bin ich leistungsmäßig schon ziemlich an der Grenze.

Klingt unspektakulär (die Sache als solche, nicht nur die Formulierung[en]). Ich finde es jedoch ziemlich kraß, wie weit wir hier inzwischen – zunehmend unbewußt – sind.

Ich fühle mich sicher

28. Juli 2009

Ich fühle mich sicher. Ich fühle mich von der Polizei sehr gut geschützt. Denn das SEK der Polizei Münster hat uns vor einem Amoklauf geschützt. Ich bin froh, dass es die Vorratsdatenspeicherung gibt. Denn nur mit der Vorratsdatenspeicherung hat die Polizei den Täter* geschnappt.

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Würstchen? Stöckchen!

28. Juli 2009

Das Internet. Dieser rechtsfreie Raum[TM], dieser Hort des Bösen, dessen Community[TM] sich am liebsten an keine Regeln halten will. Die übliche Litanei der Ausdrucker und jener Polit-Clans, denen regulierte Medien mit dem Parteiproporz angemessenen paritätischen Aufsichtsräten und ein „angeleitet“ informiertes Wahlvolk eben doch am liebsten, weil am regierbarsten sind. Und das beweist sich mehr und mehr. Dieser kaum kontrollierbare, wilde Informations- und Meinungskanal birgt nämlich in der Tat Gefahren in sich, das hören wir ja quasi stündlich. Allerdings scheint man in der Tat mehr und mehr revolutionäres Potential auszumachen (wen wundert’s auch). Wie sonst würde sich erklären, daß mittlerweile schon harmloseste Verabredungen zum Grillen von bewaffneten Rollkommandos auseinandergeknüppelt werden und selbst in der Deutschen Demokratischen Präventionsrepublik bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht beschnitten wird, und sei es, um vorgeblich dem Geruch verbrannten Wurstfetts zu entgehen? Man weiß gar nicht, auf was man weniger Lust hat: Auf arme Würstchen oder fade Nappsülzen.

Gutes Benehmen!

24. Juli 2009

Europa macht sich Sorgen um das Benehmen seines Wahlviehs Bürgers. Ein Glück, dass wir da unsere Mutter der Nation, Ursula von der Laien Leyen haben. Sie kümmert sich prima um das Benehmen im Internet!

Unsere Freunde von der Insel finden das Benehmen ihrer Kinder auch nicht sehr vorbildhaft. Daher hat das dortige Ministerium für Liebe ein Weißpapier für „lebenslange Liebe zum Lernen“ entwickelt.